Deutsche meiden Türkei als Reiseland
Deutsche meiden Türkei als Reiseland
MÜNCHEN - Man muss das Land dort treffen, wo es weh tut: Angesichts der langen Untersuchungshaft des wegen Missbrauchsvorwürfen in der Türkei inhaftierten 17-jährigen Marco aus Uelzen befürchten Türkei-Reiseveranstalter Umsatzeinbußen.
Der Chef von Öger Tours sagte dem Focus: "Diese Haft ist viel zu lang. Sie schadet dem Image des Landes und damit auch dem Tourismus." Er wolle nicht wissen, was in Deutschland los ist, wenn der Junge Weihnachten noch in Haft ist. Laut Focus sind in den vergangenen Wochen bereits einige hochrangige Vertreter der deutschen Tourismusbranche in Antalya vorstellig geworden. Marco wird beschuldigt, während der Osterferien im April eine 13- Jährige aus Großbritannien sexuell missbraucht zu haben. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Der nächste Verhandlungstag in Antalya ist der 14. Dezember. So hat auch das "gemeine Volk" Einfluss auf die Pannen-Justiz in der Türkei und kann es in einer solidarischen Aktion dort treffen, wo es deutlich spürbar ist: am Geldbeutel.
02.12.2007, Quelle: mediatainer
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