Welteke zeigt Reue, will aber nicht zurücktreten
Welteke zeigt Reue, will aber nicht zurücktreten
HAMBURG - In seinem ersten Interview nach den Vorwürfen der Vorteilsnahme gegen ihn hat Bundesbankpräsident Ernst Welteke vorerst einen Rücktritt abgelehnt.
In einem Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte Welteke, dass er es mittlerweile bedauere, die Einladung der Dresdner Bank zu einem Silvester-Urlaub im Berliner Luxushotel "Adlon" angenommen zu haben. "Ich habe nie gewusst, um was für einen Rechnungsbetrag es sich da handelt", so der Bundesbankpräsident. Dennoch sieht er keinen Grund, sein Amt ruhen zu lassen. "Ich sehe bisher keinen Grund zurückzutreten", so Welteke weiter.
Die Affäre um Welteke kommt nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wohl nicht zur Ruhe. Das Blatt berichtet, dass der Bundesbankpräsident auch den Wiener Opernball auf Kosten einer Bank besucht hat. Problematisch sind die Einladungen auf Kosten von Kreditinstituten deswegen, da die Bundesbank auch die Aufgabe hat, Banken zu überwachen und deswegen eine unabhängige Position einnehmen muss.
07.04.2004, Quelle: mediatainer
|